05.05.2020 / Artikel / Artikel aus der Presse /

Zukunft braucht jetzt Taten

Als KMU-Vertreter und Gewerbler bewirbt sich Sandro Patierno im 2. Wahlgang vom 17. Mai 2020 für den siebten Sitz in der Schwyzer Regierung. Trotz der aktuellen Krise hat er klare Vorstellungen, wie das Schwyzer Gewerbe die Herausforderungen der nächsten Jahre bewältigen kann.

Schwyzer Gewerbe April 2020

Auszug Schwyzer Gewerbe 04-2020

Wir erleben aktuell eine aussergewöhnliche Zeit, in der fast die gesamte Weltwirtschaft zum Stehen gekommen ist. Ein Virus, COVID-19, zwingt uns alle, unser Leben und Handeln massiv einzuschränken, es hat auch die Schweiz mit voller Härte erfasst. Unser Bundesrat hat Führungsstärke bewiesen und ein Bündel von Massnahmen erlassen, welche den Schutz der Bevölkerung als oberstes Ziel haben. Auch wenn es uns nicht immer leicht fällt, zeigen sich die Schwyzerinnen und Schwyzer solidarisch und befolgen mit bemerkenswerter Disziplin die einschneidenden Massnahmen.

Unsere KMU und das Gewerbe sind von der aktuellen Gesundheitskrise direkt und schwer betroffen. Vielen Berufstätigen ist ohne eigenes Verschulden ein weitgehendes Verbot auferlegt worden. Das bringt viele in massive Existenznöte. Es war deshalb wichtig und richtig, dass der Bundesrat sehr schnell für die Wirtschaft, für viele kleine Geschäfte und Gewerbetreibende, aber auch für Vereine und Institutionen im Sport und in der Kultur effiziente finanzielle Unterstützung gewährt hat. Der Regierungsrat des Kantons Schwyz hat ebenfalls reagiert und eine erste Hilfeleistung gewährt. In dieser extremen Situation zeigt sich, dass unsere Behörden handlungsfähig sind und wir als Gemeinschaft in der Lage sind, diese enorme Herausforderung zu meistern. Dafür dürfen wir dankbar sein.

Wichtig ist nun, dass wir, nachdem der Höhepunkt der Epidemie überschritten scheint, wieder zu einem geordneten Leben zurückfinden. Dabei sind wir gut beraten, dies in sinnvollen Schritten zu tun, um das Risiko eines Rückfalls soweit möglich klein zu halten. Ich vertraue darauf, dass wir diesen Weg verantwortungsbewusst gehen – in Rücksicht auf die Menschen und unsere Wirtschaft.

Auch wenn die aktuelle Krisensituation uns stark fordert, müssen wir den Blick nach vorne richten. Die Schwyzer Wirtschaft erleidet jetzt zwar einen Rückschlag, sie verfügt aber über ein starkes Fundament, um die Herausforderungen der nächsten Jahre bewältigen zu können. Als Regierungsrat will ich mich mit voller Kraft dafür einsetzen, dass die Rahmenbedingungen so gestaltet werden, dass wir gestärkt aus dieser Krise herausgehen. Konkret will ich mich mit aller Kraft vor allem für die folgenden Anliegen einsetzen:

  • Mit Blick auf den Fachkräftemangel soll die Aus- und Weiterbildung durch finanzielle Anreize für KMU und ihre Arbeitnehmer unterstützt werden. Die Eigeninitiative und Eigenverantwortung der KMU soll sich auch fiskalpolitisch lohnen. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf soll durch flexible Arbeitszeitmodelle und Tagesstrukturen ausgebaut werden.
  • Unsere Freiheit, Sicherheit und Unabhängigkeit sind zu bewahren. Nutzen wir unsere Ressourcen wie einheimische und erneuerbare Energien sowie Baustoffe, welche die Auslandabhängigkeit reduzieren. Gerade in dieser Zeit wird uns dies wieder schmerzhaft bewusst. Bei der Harmonisierung von Bauvorschriften soll eine Verdichtung von Innen stattfinden.
  • Um die Zahl der Wegpendler zu reduzieren, müssen auf den bestehenden Arealen neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Der öffentliche Verkehr und Individualverkehr sollen durchdacht zusammenspielen.
  • Attraktive steuerliche Voraussetzungen sowie eine ausgeglichene Finanzpolitik müssen gewährleistet sein.
  • Im Bereich der Digitalisierung braucht es von allen Seiten tatkräftige Unterstützung. Die aktuellen Erfahrungen mit Homeoffice sollen bei zukünftigen Arbeitsmodellen berücksichtigt werden.

Ich danke allen Gewerblern und KMU-Führungskräften für ihren Mut sowie ihren Durchhaltewillen und wünsche ihnen Kraft und Zuversicht, die aktuelle Krise zu bewältigen. Ich bin überzeugt, dass das Schwyzer Gewerbe dank unseren Strukturen, unseren Vorzügen und gut ausgebildeten Frauen und Männern für die Herausforderungen der nächsten Jahre gerüstet ist. Packen wir es gemeinsam an!